Ich behandle Ihr Tier nach den Prinzipien Samuel Hahnemanns - sanft, ganzheitlich und individuell.
Die Bezeichnung Homöopathie stammt von ihrem Begründer, dem deutschen Arzt Dr. med. Samuel Hahnemann. Die Homöopathie erhebt keinen Anspruch auf unumschränkte Gültigkeit. Sie ist ein Teil der Gesamtmedizin. Ein wesentlicher Teil!
Hahnemann, der auch als bedeutender Apotheker und Chemiker seiner Zeit gilt, starb 1843 in hohem Alter. Schon zu seinen Lebzeiten breitete sich die neue Heilmethode über die Grenzen Deutschlands aus und hatte bald in allen Ländern der Erde zahlreiche Anhänger.
Die Homöopathie besteht seit über 200 Jahren. Sie ist geblieben trotz vieler Anfechtungen. Sie ist lebendig wie am ersten Tag und hat die Gestalt behalten, die ihr Hahnemann, seiner Zeit weit vorausschauend, von Anfang an gegeben hat.
Das Wort Homöopathie stammt aus dem Griechischen. Es wäre mit "ähnliches Leiden" (homoin = ähnlich, pathos = Leiden) zu übersetzen. Kurz gefasst geht es darum, dass in der Homöopathie eine Krankheit mit einem solchen Arzneimittel behandelt wird, das am gesunden Tier ähnliche Erscheinungen, d.h. ähnliche Symptome, ein "ähnliches Leiden" also, hervorruft wie diese.
Dieser Ähnlichkeitssatz ist zum Fundament der Homöopathie geworden. Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt.
Hahnemanns Idee der Ähnlichkeit ist ihm nicht vom Himmel gefallen. Es war eine mehr zufällige Entdeckung, die er, im Widerstreit mit der Medizin seiner Zeit, in jahrelangem, einsamen Ringen bis zur endgültigen Gewissheit seines neuen Weges verfolgte. Begonnen hatte es mit dem in die Geschichte eingegangenen Chinarinden-Versuch, den er, durch anderweitige Studien angeregt, an sich selbst vornahm. Nach wiederholten Prüfungen kam er zu dem Ergebnis, dass die Chinarinde als Heilmittel gegen das Wechselfieber (Malaria), wie es damals hieß, selbst eine Art von Fieber erzeugte, das dem des Wechselfiebers ähnlich zu sein schien, und dieses auslösche.
Das homöopathische Mittel ahmt quasi die echte Krankheit nach, und wegen seiner Ähnlichkeit mit der krankmachenden Störung bekommt es Zugang zu den blockierten oder geschwächten Ordnungskräften, den still liegenden Abwehrmechanismen des erkrankten Organismus. So wird der Heilungsprozess gefördert und kommt in Gang. Der Schlüssel passt ins Schloß.
Die Homöopathie geht davon aus, dass die Symptome nicht die zu bekämpfende Krankheit sind. Sie sind Zeichen der Auseinandersetzung, Störungszeichen, Reaktionen auf Störungsursachen, die auf selbständige, aktive Regulierungsvorgänge im Organismus hindeuten. Homöopathie hat also nichts mit der Unterdrückung einzelner Symptome zu tun, nichts mit Betäubung, Vertreiben von Symptomen, nichts mit künstlicher Normalisierung und Gegensteuerung durch meist nur vorübergehend wirkende, starke Medikamente, sondern sie sucht den Grund der Erkrankung im Gesamtkomplex Tier, in dessen leiblicher und seelischer Ganzheit. Die Homöopathie ist keine passive Therapie. Sie ist aktive Hilfe zur Selbsthilfe.
Nicht selten genügt für den therapeutischen Anstoß ein geringer spezifischer Reiz, der völlig unabhängig von der Menge eines Arzneimittels ausgelöst wird. Diese Tatsache ist äußerst wichtig für das Verständnis der vergleichsweise geringen Dosen wie sie in der Homöopathie üblich sind. Nicht die Menge (nicht "viel hilft viel"), sondern seine Qualität ist für die Wirkung ausschlaggebend.
Die Betrachtung der Homöopathie als eine Art Reiztherapie macht die Möglichkeiten und Grenzen der Methode sichtbar. Denn reizbar, erregbar ist nur das Lebendige, das Intakte. Dort, wo vitale Mechanismen zerstört sind, wo der Reiz keine Beantwortung mehr findet, haben andere Behandlungsmethoden ihren Platz. Im Grunde sind jedoch alle Krankheiten einer homöopathischen Behandlung zugängig, die nicht zwingend eine antibiotische, chemotherapeutische, substitionelle, diätetische oder chirurgische Therapie erfordern. Und das ist ein weites Feld!
Warum erkrankt überhaupt ein Tier? Wie erlebt es die Erkrankung? Wie sind Art und Lokalisation seiner Beschwerden, seine Verhaltensweise, seine psychische Verfassung, seine Konstitution? Wie reagiert der gesamte Organismus auf die krankmachende Schädigung? Auch Alter und Geschlecht sind natürlich zu berücksichtigen. Das heißt nichts anderes, als dass die Homöopathie das kranke Tier in seiner einmaligen Existenz und Situation, nach allen seinen leibllichen und seelischen Bedingungen betrachtet und im wahrsten Sinne eine Ganzheitsbehandlung praktiziert.
Ein solches individuelles Vorgehen muss sich auf ein entsprechend großes Arzneimittelreservoir stützen. In der Homöopathie stehen dafür weit über 1000 Mittel in zahlreichen Verdünnungen, hier Potenzen genannt, und verschiedenen Arzneiformen zur Verfügung. Sie stammen aus dem Pflanzen- und Tierreich, auch Mineralien spielen eine erhebliche Rolle.
Ziel der Homöopathie ist nicht, ein passendes Mittel gegen eine Krankheit zu finden - sondern ein passendes Mittel für einen Patienten. Im ersten Behandlungsgespräch möchte ich Ihr Tier genauer kennenlernen. Wie sind seine Vorlieben, Charakter, Symptome und medizinische Vorgeschichte. Zum Erstgespräch müssen Sie etwas Zeit (1-2 Stunden) mitbringen.